Seminarräume für Architekturliebhaber

Balkon Seminarhaus Schtûbat, Andelsbuch

10 außergewöhnliche Tagungsräume

Wer glaubt, der Apfel und die Säfte auf dem Tisch sind das Spannendste an Seminar- und Tagungslocations, irrt sich gewaltig. Es gibt Orte, die Architekturliebhaber staunen lassen, jeder Veranstaltung einen exklusiven Touch geben und sich vom Standardgrau klassischer Meetingräume meilenweit abheben. Das Beste: in Vorarlberg gibt es viele davon.

Schtûbat, Tempel 74, Werkraum Bregenzerwald und Dorfsaal Mellau

„Zur Schtûbat gau“ hat im Bregenzerwald genauso lange Tradition wie das Handwerk. Schon beim Umbau der Schtûbat waren nur Handwerker aus einem Umkreis von 20 km dabei. Kein Zufall, sondern ein Zeichen regionaler Wertschöpfung und -schätzung. Die Architektur- und Handwerksdetails in der Schtûbat bringen den Gästen die Werte der Gastgeber näher, sie verbinden Funktionalität und Ästhetik und inspirieren nachfolgende Generationen. Zum Arbeiten, Workshoppen und Tagen können sowohl das komplette Haus als auch die Apartments exklusiv gemietet werden. Service und Betreuung inklusive.

Genau wie die Schtûbat befindet sich auch der lichtdurchflutete Werkraum Bregenzerwald mitten in Andelsbuch. Das vielleicht bekannteste Haus des Bregenzerwaldes kann ebenso für verschiedene Veranstaltungsformate gemietet werden. Wer noch ein wenig weiter fährt, entdeckt das nächste Architekturhighlight: der Tempel 74 in Mellau. Aus einem modernen Neubau und einem detailgetreuen Wiederaufbau eines traditionellen Wälderhauses spannt der Tempel 74 die Brücke zwischen Alt und Neu. Der Gastgeber Jürgen Haller ist selbst Bauherr und Architekt. Bei Führungen gibt er höchstpersönlich Einblicke in seinen Tempel, der mit dem 8. Hypo Bauherrenpreis und dem German Design Award in der Kategorie „Excellent Architecture - Architecture“ zum mehrfachen Preisträger gekürt wurde. Die Stube in der beeindruckenden Location kann man sich mit bis zu 10 Seminarteilnehmern teilen.

Quasi ums Eck prägt der Dorfsaal Mellau seit 2018 den Dorfkern von Mellau. Bis zu 300 Teilnehmer können untergebracht werden, die Infrastruktur für Verpflegung ist gegeben und vor der Türe bietet sich der große Dorfplatz dazu an, zwischendurch frische Luft zu schnappen. Das architektonische Konzept stammt von Dorner/Matt Architekten aus Bregenz, umgesetzt hat den Plan die Kaspar Greber Holz- und Wohnbau GmbH aus Bezau.

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Portrait Jürgen Haller
Podcast mit Jürgen Haller - Architektur

Räume sind mehr als bauliche Hüllen für Veranstaltungen. Sie sind selbst Akteure mit großem Einfluss auf die Dramaturgie und das Wohlbefinden der Teilnehmer. Der Architekt Jürgen Haller gestaltet seine Entwürfe in der Tradition der Vorarlberger Holzbaukunst. Über seine Bürogebäude schrieb ein Magazin, dass sie so schön sind, dass die Angestellten freiwillig Überstunden machen, weil man darin schöner wohnt als zu Hause. In dieser Podcast Folge spricht er über bewegliche Wände, Natur im Haus und Räume, die eine Seele haben.

Im Gespräch: Architekt Jürgen Haller und Michael Gleich
Aussenansicht Dorfsaal Mellau
Seminarhaus Schtûbat, Andelsbuch
Seminarhotel Tempel 74 in Mellau, Bregenzerwald
Aussenansicht Werkraum Bregenzerwald

Hotel Schwärzler, IRMHILD und das vorarlberg museum

Vom Bregenzerwald halten wir uns Richtung See und schauen im „green meeting“ zertifizierten Hotel Schwärzler vorbei. Zeitgenössische Architektursprache trifft auf Traditionserbe. Mit Authentizität, Leichtigkeit und Charakter vermittelt das Seminarhotel seinen Gästen die Vorarlberger Lebensart. Hell, freundlich und immer mit Blick nach draußen. Hier muss nichts gekünstelt werden, denn alle Umbauten wurden seit 2013 vom heimischen Architektenbüro Dorner/Matt geplant und mit regionalen Handwerkern umgesetzt.

Wir bleiben in Bregenz und besuchen IRMHILD im Zentrum der Stadt. IRMHILD ist eine liebevoll erhaltene Art Deco Wohnung aus den 1950iger. Sie ist Seminarraum, Denkwerkstatt und Inspirationsquelle zugleich, aber vor allem ist IRMHILD ein selten gewordenes Juwel der 50er-Jahre Architektur.

Kontrastprogramm bietet das vorarlberg museum. Die Bregenzer Architekten Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur-Sturm haben 2007 den Architekturwettbewerb zum Um- und Neubau des Museums gewonnen. Die Herausforderung war, die denkmalgeschützte Bezirkshauptmannschaft in den Neubau zu integrieren. In 33 Monaten Bauzeit entstand ein sechsgeschossiger Bau in Passivhausqualität mit einer Ausstellungsfläche von 2400 m². Im ersten Stock befindet sich der Vortrag- und Veranstaltungssaal, ein imposanter Raum mit viel Holz und großem Panoramafenster zum Kornmarktplatz. Für kleinere Gruppenarbeiten stehen verschiedene Workshopräume zur Verfügung.

Tagungsraum Irmhild, Bregenz
Tagungslocation vorarlberg museum, Bregenz
Barbereich im Seminarhotel Schwärzler, Bregenz
Veranstaltungssaal vorarlberg museum, Bregenz

Das Tschofen, Wald 12 und das Genuss- und Aktivhotel Sonnenburg

Das Tschofen und das Eberle Haus sind seit über einem halben Jahrhundert stark verbunden. Bis 1943 führte der Vater von Roland Eberle hier eine Konditorei in zweiter Generation. Später wurden das Erdgeschoss und der erste Stock des Eberle Hauses an die Familie Tschofen vermietet. Sie betrieben hier bis zuletzt ein Fachgeschäft für Geschirr und Küchengeräte. Das alte Stadthaus zieht einen sofort in seinen Bann. Heute lebt das denkmalgeschützte Haus als liebevolles Stadthotel neu auf und darf – wie schon immer – Gäste begrüßen. Ideal für Tagungen mit Flair, Altstadtcharme und viel Flexibilität.

Wem Geschichte und Atmosphäre imponieren, der findet im Seminarhaus Wald 12 ein Juwel: 400 Jahre alte Gemäuer gefüllt mit neuem Leben. Wald 12 ist eines der ältesten noch erhaltenen Bergbauernhäuser in Wald am Arlberg. Das Kellergewölbe, der jahrhundertealte Kachelofen in der Stube, der „Lutzofen“ im Obergeschoss und die mit viel Liebe zum Detail gelegte Felderdecke geben dem Haus eine einzigartige Atmosphäre, ein Gefühl von Demut und Geborgenheit. Die neu errichteten Zimmer, die zum Charakter des Hauses passen, sind im ehemaligen Wirtschaftstrakt untergebracht, einem Teil des Hauses, der ursprünglich aus dem Jahr 1780 stammt.

Auf den ersten Blick erkennt man, dass im Genuss- und Aktivhotel Sonnenburg eine architektonische Besonderheit steckt. Aber nicht nur das, auch wenn die Hülle topmodern wirkt, liegt darin ein kostbarer alter Kern. Margarethe und Paul Wohlgenannt kauften im Jahr 1929 das damals über 300 Jahre alte Stammhaus und verwandelten es in ein „Gasthaus mit Beherbergung“. Seit 2002 führt ihre Enkelin Heike Wohlgenannt die Sonnenburg. Die Architektur strahlt eine moderne Leichtigkeit aus und hat dennoch nie die Tradition aus den Augen verloren. Im ganzen Haus findet man Spuren, die ein Stück Familiengeschichte erzählen und Walser Kultur erlebbar machen. Auch im Seminarraum für 10 Personen mit 180° Panoramablick auf die Kleinwalsertaler Bergwelt.

Aussenansicht Genuss- & Aktivhotel Sonnenburg
Doppelzimmer im Seminarhotel das Tschofen, Bludenz
Gang Wald12, Wald am Arlberg
Seminarraum Hotel Sonnenburg, Riezlern