Seminarerlebnis Karren Dornbirn

Die Laborant:innen im Interview

Karren Dornbirn

Der Dornbirner Hausberg als einzigartige Tagungslocation

Der Karren ist eines der schönsten Ausflugsziele im Vorarlberger Rheintal. Der Hausberg von Dornbirn ist Startpunkt für vielfältige Wanderungen und bietet auf 976 Meter Seehöhe einen herrlichen Ausblick über das gesamte Tal und die Schweizer Berge bis zum Bodensee. Seit Sommer 2023 lädt das Panoramarestaurant nicht nur zum kulinarischen Genuss ein, sondern steht mit dem Rheintalstüble im Panoramarestaurant Karren Firmen und privaten Gruppen auch als einzigartige Seminar- und Tagungslocation zur Verfügung.

Im Interview schildern Herbert Kaufmann, Vorstand der Dornbirner Seilbahn AG, und Franziska Möhrle von Studio SAAL und Atelier Auf’Strich, den Weg von der Idee über die konkreten Pläne bis zur Umsetzung. Convention Partner Vorarlberg hat den Prozess unterstützt. 

StudioSAAL mit Auf'strich
Portrait Herbert Kaufmann

Im November 2022 hat die Dornbirner Seilbahn AG das Panoramarestaurant bei der Bergstation auf dem Karren übernommen. Wie kam es zur Idee, den Karren auch als Veranstaltungsort zu positionieren, und schließlich zur Zusammenarbeit mit Convention Partner Vorarlberg? 
Herbert Kaufmann: Wir haben festgestellt, dass die Rheintalstube – ein Raum im Panoramarestaurant – bisher nur sehr selten genutzt wurde. Wir dachten, es wäre cool, aus einem der besten Aussichtspunkte auch einen Seminar- und Tagungsraum zu machen. Darum haben wir bei Convention Partner Vorarlberg nachgefragt: Was wird im Tagungs- und Seminarbereich nachgefragt? Was sind die Anforderungen, was sind eure Erfahrungen, was braucht es technisch und welches Ambiente? Und macht es Sinn, in den Raum zu investieren? 

Wie hat Convention Partner Vorarlberg euch konkret unterstützt? 
Herbert Kaufmann: Das Team von Convention Partner Vorarlberg hat uns einfach die richtigen Fragen gestellt, die zum Nachdenken angeregt haben. Convention Partner Vorarlberg weiß, was in der Region gefragt ist, sie kennen verschiedene Formate und haben ein großes Netzwerk an Expert/innen aus unterschiedlichsten Branchen. Durch Convention Partner Vorarlberg sind wir auch auf unsere Projektpartner/innen - Studio Saal und Atelier Auf'Strich - aufmerksam geworden. 

Wie schaut die künftige Ausrichtung aus? 
Herbert Kaufmann: Die Räumlichkeit ist für Seminare, Tagungen und Firmenveranstaltungen gedacht und kann auch in Verbindung mit dem bestehenden Restaurant genutzt werden. Das macht den Mehrwert aus. Wir wollen den Raum technisch ausstatten und die Aufenthaltsqualität und Atmosphäre verbessern. So kommt er auch für Gruppen infrage, die für einen gesellschaftlichen Anlass das Restaurant besuchen und für Präsentationen oder Vorführungen zusätzlich die technische Ausstattung im Seminarraum nützen können.

Wie wollt ihr starten? 
Herbert Kaufmann: Es wird ein fliegender Start sein. Wir haben bereits die eine oder andere Anfrage und sind optimistisch, dass wir durch die Zusammenarbeit mit Convention Partner Vorarlberg Anfragen und Buchungen generieren werden. Wir starten mit der Kommunikation über die vorhandenen Kanäle, über Social Media und unsere eigene Pressearbeit. Einen weiteren Startvorteil haben wir, weil wir aufgrund des Restaurants bereits mit einigen Firmen in Kontakt sind, die mit ihren internationalen Gästen immer wieder den Karren besuchen. Hier sind wir schon im Austausch und können das zusätzlich anbieten.  

Konzeptidee-Studio SAAL-Ankommen-Austauschen-Weitblick
Luftaufnahme von der Karren Bergsation in Dornbirn

Wie schaut das architektonische Konzept aus? 
Franziska Möhrle: Bisher hat man nur den Karren gekannt und das Restaurant, aber nicht den Seminarraum. Den Raum macht aus, was alles dazugehört: Die Talstation, die Bahn, das Ankommen auf dem Berg und die Aussicht. Wir sehen den Raum als Nest, das erhaben über allem liegt. Wir gehen zwar konkret den Raum in seiner Neugestaltung an, haben aber das ganze Bild im Kopf. Wir wollen mit Signaletik und stimmigem Farbkonzept arbeiten – ganz subtil, wie leitet man von der Talstation über die Bahn in den Raum, wie schaut der Rahmen aus.  

Herbert Kaufmann: Es soll eine Reise von unten nach oben sein, die Talstation ist der Empfang. Dort greifen wir noch nicht ein, da 2025 ein Umbau ansteht. Aber das Konzept wird dort einfließen. Wir möchten Kund/innen nicht nur den Raum anbieten im Sinne von: Fahren Sie einfach rauf und oben werden Sie alles finden (schmunzelt). Wir wollen gute Gastgeber sein, den Teilnehmer/innen den Stress beim Ankommen nehmen, sie bereits bei der Talstation willkommen heißen und gemeinsam mit der Bahn hinauffahren, Zugang schaffen, gemeinsam ankommen, die Technik im Raum erklären. 

Welche Rolle spielt dabei die schöne Umgebung? 
Herbert Kaufmann: Wir haben nur einen Raum. Zusätzliche (Breakout)Räume finden Teilnehmer/innen vor der Tür. Die Natur und die umliegenden Wanderwege möchten wir bewusst in das Seminarerlebnis einbinden. Wir können auch einen Teil vom Panoramarestaurant dazunehmen, der neu möbliert wird. Die Rheintalstube ist im zweiten Stockwerk. Hier wollen wir eine Terrasse schaffen, die Seminarteilnehmer/innen als zusätzlicher Raum oder Frischluftzone exklusiv zur Verfügung steht. Das wäre ein absolutes Alleinstellungsmerkmal: ein Seminarraum mit eigener Terrasse und Ausblick.  

Was geschieht bei der Neugestaltung?
Franziska Möhrle: Das Konzept passt zu unserer Firmenphilosophie: Beim Bau im Bestand schauen wir immer, was ist schon da und was ist gut von dem, was schon da ist – auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Gut und erhaltenswert ist die Holzlamellen-Akustikdecke, das Lichtkonzept passt. Manches braucht nur eine Auffrischung. Sitzmöbel können wir vom Restaurant nehmen. Das Herzstück ist neu: Aus Tannenholz wird ein Möbel an einer Wand verbaut. Darin integriert wird ein Bildschirm sowie eine Abstellfläche für eine Kaffeemaschine und Arbeitsmaterial. Eine Lochwand mit Regalen kann spielerisch für Marker usw. genutzt werden. Auch Pflanzen und Bücher haben Platz. Wir verwenden Naturmaterialen, Lehmputz, natürliche, erdige Farben für eine Wohlfühlatmosphäre und die Holzfenster werden geschliffen und geölt. Wir haben schon beim data:room gemerkt, wie wichtig Atmosphäre ist. Sie hängt von der Akustik ab, vom Raumklima, der Farbwahl. Das Schönste am Raum bleibt komplett frei: die Aussicht. 

Konzeptidee-Studio SAAL-Eintreten-Treppenaufgang-Seminar
Wandern Karren

Was soll nach einer Veranstaltung am Karren in Erinnerung bleiben? 
Herbert Kaufmann: Hey, es hat mir getaugt, es hat alles gepasst und wir kommen gerne wieder! Das Hosting ist wichtig von Anfang an, der USP, den wir bieten können, soll zum Wiederkommen einladen. 

Wer sind die Partner? 
Franziska Möhrle: Sie sind aus der Region. Zum Beispiel Thomas Bechtold für die Vorhänge und den Boden, Alexander Tschofen macht den Lehmputz, die Tischlerei Freisinger den Wandverbau. Alles Elektrische machen die Fachleute von der Seilbahn-Gesellschaft, Mäser digital installiert den Screen. 

Wie schaut die weitere Zusammenarbeit mit Convention Partner Vorarlberg aus? 
Herbert Kaufmann: Die ist stark mit dem Start verbunden und dem fortlaufenden Lernen: Neue Trends zu erfahren und natürlich die Vermittlung von Firmenkund/innen und Gruppen sind uns wichtig. Wir möchten so rasch wie möglich vom Konzept in den Tagesbetrieb übergehen können. 

Vielen Dank für das Gespräch!