Global Destination Sustainability Index

Landschaft im Montafon

Dem Thema Nachhaltigkeit wird in Vorarlberg große Bedeutung zugeschrieben. Convention Partner Vorarlberg möchte dies im Bereich der Veranstaltungsindustrie durch die Teilnahme beim Global Destination Sustainability (GDS)-Index sichtbar machen und in Zukunft zusammen mit Leistungsträgern und Partnern verstärken.

Der GDS-Index ist die weltweit größte Benchmarking- und Kooperationsplattform für die Tagungs- und Eventindustrie im Bereich Nachhaltigkeit. Er bewirbt und fördert die nachhaltige Entwicklung der internationalen Tagungsindustrie, in dem er Meeting-Destinationen weltweit vergleicht und vernetzt. Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Umwelt, Soziales, Destinationsmanagement und Leistungsträger.

Nachhaltigkeit und Veranstaltungen

Vorarlberg verfügt bereits über Kongresshäuser und Tagungshotels mit Nachhaltigkeitsauszeichnungen. In Zukunft sollen noch mehr Betriebe dazu bewegt werden, sich zertifizieren zu lassen und Veranstaltungen in den Betrieben nachhaltig durchzuführen. Nachhaltiges Veranstalten soll in Vorarlberg selbstverständlich werden.

Mit dem österreichischen Umweltzeichen für „Green Meetings und Green Events“ wurde eine Richtlinie geschaffen, die an alle Aspekte einer Veranstaltung sowohl Umweltanforderungen als auch Anforderungen im sozialen Bereich stellen. Convention Partner Vorarlberg ist seit 2013 Lizenznehmer für „Green Meetings und Green Events“ und somit befugt, Veranstaltungen in Vorarlberg als „Green Meetings oder Green Events“ zu zertifizieren.

Mit dem regionalen Programm „ghörig feschta“ werden Vereine, Gemeinden und andere Organisationen beim Planen und Umsetzen von nachhaltigen Veranstaltungen unterstützt. Ziel ist es, vorwiegend regional produzierte und verarbeitete Lebensmittel und Getränke anzubieten, öffentliche Mobilitätsangebote zu nützen und durch effiziente Technik und Recycling weniger Abfall zu produzieren.

Herstellung und Mobilität

Regionalität, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft werden als Stärken des Vorarlberger Tourismus hervorgehoben. Im Fokus steht dabei ein ganzjähriger Qualitätstourismus mit einer gesunden Balance zwischen hochwertigem Angebot und hoher Verantwortung für Natur und Umwelt.

Durch nachhaltige Land- und Alpwirtschaft werden erstklassige und gesunde Lebensmittel produziert und die Vielfalt der Kulturlandschaft Vorarlbergs erhalten. Verstärktes Augenmerk gilt dem Ausbau der Bio-Landwirtschaft. Im Rahmen gewachsener Regionalinitiativen wie z. B. KäseStrasse Bregenzerwald, Biosphärenpark Großes Walsertal, bewusstmontafon oder Klostertaler Bauerntafel produzieren Vorarlberger Landwirtinnen und Landwirte hochwertige Lebensmittel und positionieren diese nachhaltig auf dem heimischen Markt.

Vorarlberg setzt auf alternative Formen der Mobilität. Es war die erste Modellregion der Elektromobilität mit Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie und treibt den weiteren Ausbau der E-Mobilität voran. Vorarlberg ist auch das Radfahrland Nr. 1 – in keinem anderen Bundesland ist der Anteil der Wege, die per Rad zurückgelegt werden, so hoch. Die Bus- und Bahnverbindungen im Land werden erhöht, die Verkehrszeiten erweitert und der Ausbau der Schieneninfrastruktur forciert. Im Tourismus werden Pilotregionen für nachhaltige Gästemobilität etabliert.

Käse Herstellung - Alpe Nova, Montafon
Bergbach, Kleinwalsertal
Öffentlicher Verkehr in Vorarlberg
Walserensemble Brand

Soziale Verantwortung

Vorarlberg gehört zu den sichersten Regionen weltweit und das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitsorganisationen ist hoch. Aufgrund der besonderen geographischen Lage ist es wichtig, die regionalen Sicherheitsstrukturen intakt zu halten und weiter auszubauen.

Das Ehrenamt spielt in Vorarlberg eine große Rolle. Etwa die Hälfte aller Vorarlbergerinnen und Vorarlberger sind freiwillig engagiert, z. B. in Blaulichtorganisationen oder Kulturvereinen, und stärken somit den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Sicherheitsarchitektur des Landes basiert zu einem wesentlichen Teil auf Freiwilligenarbeit.

Bis 2035 hat sich das Land zum Ziel gesetzt, zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu werden. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Bildungsbereich, der bestmögliche Zukunftschancen für alle Kinder bieten soll, unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Die Inklusion von Kindern mit besonderen Bedürfnissen an Vorarlberger Schulen wird kontinuierlich erhöht.

Energie- und Klimaschutz

Der Vorarlberger Landtag hat im Juli 2019 als erstes österreichisches Bundesland den „Climate Emergency“ ausgerufen und gleichzeitig ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem wesentliche Schritte zum Klimaschutz auf den Weg gebracht werden sollen.

Mit dem bereits eingeschlagenen Weg der Energieautonomie 2050 hat sich Vorarlberg ein ehrgeiziges energie- und klimapolitisches Ziel gesetzt, nämlich bis zum Jahr 2050 den kompletten Energiebedarf mit erneuerbarer Energie abzudecken. Neubauten sollen z.B. nach 2021 ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe für Raumwärme, Warmwasser und Kühlung auskommen.

Die mittlerweile 48 e5-Gemeinden, fast die Hälfte aller Gemeinden in Vorarlberg, sind unverzichtbare Partner, wenn es darum geht, die Ziele der Energieautonomie zu erreichen. (Das e5-Programm unterstützt Österreichs Gemeinden ihre Energie- und Klimaschutzpolitik zu modernisieren und somit Energie und Kosten zu sparen.)

Führung Gauertaler- Apkultour im Montafon
Teilnehmer beim FAQ Festival im Bregenzerwald
Seminarhaus Schtûbat, Andelsbuch
Bregenz (c) Petra Rainer - Bodensee-Vorarlberg Tourismus GmbH (4)
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