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6. Convention Partner Vorarlberg © Roswitha Natter, Convention Partner Vorarlberg

Open Space – Brown Bag – Pecha Kucha, wie bitte?

Hinter den klingenden Namen stecken innovative Veranstaltungsformate – Seminare und Meetings, Konferenzen und Kongresse werden damit zu interaktiven, kreativen und emotionalen Events. Convention Partner Vorarlberg stellt sechs innovative Formate vor und hilft Ihnen gerne das richtige Format für Ihre Veranstaltung auszuwählen und den dafür perfekten Tagungsort in Vorarlberg zu finden.

1. Open Space
Bei einer Open Space Konferenz gibt es weder einen geplanten Ablauf, noch festgelegte Referenten und auch keine fixen Arbeitsgruppen. Das Ergebnis ist völlig offen. Ein Moderator gibt lediglich das Leitthema vor. Die Teilnehmer spüren die brennenden Fragen auf, gestalten die Agenda selbst und organisieren sich in Arbeitsgruppen. Diese bearbeiten ihr jeweiliges Thema, finden Lösungen und die dazu erforderlichen Maßnahmen.Open Space eignet sich besonders bei drängenden und komplexen Themen, an denen viele unterschiedliche Personen beteiligt sein sollen. Ebenso, wenn möglichst viele Ideen für ein neues Vorhaben gefragt sind. Die Teilnehmerzahl kann von mindestens 12 bis 1.000 und auch mehr reichen. Gemäß dem „Gesetz der zwei Füße“ sollten die Teilnehmer nur solange in einer Arbeitsgruppe bleiben, wie sie einen Beitrag für die Gruppe leisten oder etwas lernen können. Wechseln ist also nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Eine Open Space Konferenz kann von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen dauern.

2. World Café
Im Gegensatz zum Open Space sind beim World Café Fragestellung und Ablauf genau vorgegeben. Es geht darum, das (Fach)Wissen der einzelnen Teilnehmer zusammenzuführen und in einen strategischen Dialog zu treten – und das in einer lockeren Kaffeehaus-Atmosphäre.  Es gibt mehrere Tische, deren Anzahl je nach Teilnehmerzahl variiert und an denen jeweils 4 bis 5 Personen Platz finden. Die Tische sind mit Papier, Stiften und Post-its ausgestattet. An jedem Tisch sitzt ein fixer „Moderator“, die anderen Teilnehmer wechseln nach jeder Diskussionsrunde.In der ersten Runde halten die Teilnehmer die wichtigsten Erkenntnisse auf dem Papier fest, als Notiz, Zeichnung oder Mindmap. Eine Runde dauert zwischen 15 und 45 Minuten. Dann wandern die Teilnehmer zum nächsten Tisch, erhalten vom Moderator eine kurze Zusammenfassung der Vorgruppe und bringen nun ihren Input ein. Wieder werden die Ideen aufgeschrieben. Die Tischwanderung geht so lange, bis jeder an jedem Tisch war. Manchmal ist schon nach drei Runden Schluss – je nach Thema und Fragestellung. Am Ende werden die Ergebnisse gesammelt. Das World Café eignet sich für eine Teilnehmerzahl zwischen mindestens 12 und 30 und mehr Personen.

3. Brown Bag Session
Wie viele andere Formate, hat auch die Brown Bag Session ihren Ursprung in den USA. Namensgebend sind die Lunchpakete, die mit ins Büro genommen werden – üblicherweise in braune Tüten verpackt.

Die in der Mittagspause stattfindenden Sitzungen sind also eher informell mit etwa 10 bis 30 Personen. Dabei bekommen die Teilnehmer aktuelle Inputs zu einem bestimmten Thema und verspeisen nebenbei das meist selbst mitgebrachte Essen. Brown Bags eignen sich besonders gut als lockeres Kick Off für ein neues Projekt, um erste Informationen zu erhalten und anschließend darüber zu diskutieren. Immer beliebter werden Online-Varianten des Brown Bags – die Vorteile liegen auf der Hand: So können sich Menschen an verschiedenen Orten über diverse Themen informieren und anschließend in geschlossenen Gruppen darüber austauschen.

4. Speed Geeking
12 Themen in 60 Minuten – eine ganz schön intensive Art der Wissensvermittlung ist das Speed Geeking. Das Format stammt ursprünglich aus der amerikanischen Hackerszene und eignet sich für Gruppen von 12 bis etwa 100 Personen. Das Setting ist ähnlich wie beim Speed-Dating. Jeweils ein Referent sitzt an einem Tisch, die Themen der Referate werden eingangs vorgestellt. Los geht’s mit einem akustischen Signal, jetzt suchen sich alle Teilnehmer einen Tisch aus. Die etwa 6 bis 8 Personen an jedem Tisch erhalten vom Referenten einen komprimierten Vortrag zu seinem Thema. Nach 4 Minuten ertönt wieder ein Signal, jetzt bleibt 1 Minute Zeit, um Fragen zu stellen und zu diskutieren. Mit einem weiteren akustischen Signal wechseln die Teilnehmer zum nächsten Tisch, bis jeder an jedem Tisch war. Je nach Intensität können weitere Runden mit anderen Referenten stattfinden.

5. Pecha Kucha
Informationen, maximal verdichtet und in kürzester Zeit liefert auch das Pecha Kucha. Der Begriff kommt aus dem Japanischen und beschreibt lautmalerisch ein menschliches Stimmengewirr. Die Vorgaben sind streng: Die Redner präsentieren 20 Folien bzw. Bilder, für die sie jeweils nur 20 Sekunden Zeit haben. Sind die exakt 6 Minuten 40 Sekunden abgelaufen, stürmt der nächste Redner die Bühne. Mindestens 2 bis über 1000 Personen können teilnehmen.

6. Ignite
Das englische Wort für „entzünden“ bringt es ziemlich auf den Punkt: Der Ablauf ist gleich wie beim Pecha Kucha, die Vorgaben für die Präsentation der 20 Folien sind jedoch noch härter: nur 15 Sekunden pro Folie hat der Redner Zeit! Also ganze 5 Minuten, um die Begeisterung für sein Thema beim Publikum zu entfachen. Das ist auch der Zweck einer Ignite-Präsentation: viele knackige Facts, volle Aufmerksamkeit der Zuhörer, viel Raum für anschließende Gedanken und Gespräche.