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World Future Council im Festspielhaus Bregenz, Pressekonferenz

Weltzukunftsrat tagt in Bregenz

2007 rief Jakob von Uexküll, Gründer des „alternativen Nobelpreises“, das World Future Council (WFC) ins Leben. Der WFC versteht sich als „Stimme zukünftiger Generationen“. Seine Mitglieder, über 50 international renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, erarbeiten Strategien zu wichtigen Politikfeldern unserer Zeit. Sie beraten weltweit Regierungen und Akteure der Zivilgesellschaft.

Zentraler Ort des Austausches ist das jährliche World Future Forum, das zum zehnten Mal und erstmals in Österreich stattfindet. Von 30. März bis 2. April 2017 tagen die Ratsmitglieder im Festspielhaus Bregenz, um das Arbeitsprogramm festzulegen und in Arbeitsgruppen und Expertenkommissionen zu diskutieren. Das Jubiläumstreffen widmet sich vor allem vier Schwerpunkten:

  • Klima, erneuerbare Energien und nachhaltige Städte
  • Frieden und Abrüstung
  • Kinderrechte
  • Bekämpfung der Ausbreitung von Wüsten und nachhaltige Landwirtschaft

Zu diesen Arbeitsbereichen wird jeweils der Fortschritt präsentiert, das geplante Arbeitsprogramm vorgestellt und das Feedback der Ratsmitglieder eingeholt.

 

Weltzukunftsrat
Weltzukunftsrat vor der Festspielbühne in Bregenz

Alexandra Wandel freut sich über die Einladung nach Bregenz. Das Engagement des Festspielhauses, der Stadt Bregenz und des Landes Vorarlberg sei vorbildlich: „Hier treffen wir auf Menschen, denen die verantwortungsvolle Gestaltung der Zukunft ebenso am Herzen liegt wie uns. Beste Voraussetzungen, um voneinander zu profitieren.“

Best Practice Gesetze verbreiten
„Wir verstehen uns als die Stimme zukünftiger Generationen“, erklärt Direktorin Alexandra Wandel. „Um politischen Entscheidungsträgern zukunftsgerechtes Handeln zu erleichtern, recherchieren wir weltweit vorbildliche Gesetze und Politikansätze und unterstützen deren konkrete Umsetzung.“ Und diese Lösungen gibt es bereits, zeigt sie sich überzeugt. Es gilt sie zu finden und zu verbreiten.

„Ich bin Possibilist“
WFC-Initiator Jakob von Uexküll prangert Optimismus und Pessimismus als „bequem, aber unverantwortlich“ an. Beides würde zum Nichtstun verleiten. Und Nichtstun ist aus seiner Sicht gravierender als die Herausforderungen selbst: „Ich bezeichne mich als ‚Possibilist‘, weil ich durch meine Arbeit täglich sehe, welche Möglichkeiten wir haben!“

Für Ratsmitglied Dr. Auma Obama ist die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen der Schlüssel zum Erfolg: „Sie müssen an Entscheidungen beteiligt sein. Das Recht der Kinder auf eine gesunde und intakte Umwelt muss auch ihr Anliegen sein“, fordert die Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Sauti Kuu Foundation.

Ko-Präsident des Club of Rome und WFC-Ehrenratsmitglied Ernst Ulrich von Weizsäcker fordert, dass Investitionen vollständig in den Ausbau erneuerbarer Energien gehen: „Viele Städte, Gemeinden und Regionen zeigen, dass hundert Prozent erneuerbare Energien in erster Linie eine Frage des politischen Willens sind.“ Dabei hebt er die österreichischen Modellregionen als gutes Beispiel heraus.

Die 2-stündige Eröffnung, bei der verschiedene Ratsmitglieder die drängendsten Probleme aus ihrer persönlichen Sicht erläutern, gibt es hier zum nachschauen.
Weitere Informationen zur Arbeit des Word Future Councils: www.worldfuturecouncil.org 

 

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  • Bregenzer Erklärung pdf | 193 KB

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